Lasst die Kirche mal im Dorf!

Presseerklärung der AG Emanzipative AntifaschistInnen zu den erhobenen Extremismusvorwürfen des RCDS

Unter der Überschrift „Gegen Extremismus“ veröffentlichte der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Magdeburg vor einigen Tagen auf seiner Homepage(1) einen „Artikel“ zu den Antifaschistischen Hochschultagen, einer Veranstaltungsreihe der AG Emanzipative AntifaschistInnen (AGEA). In diesem Artikel wird der AGEA in Kalter-Kriegs-Rethorik „antidemokratische Kommunismus-Propaganda“ vorgeworfen, weil sie im Rahmen der Reihe unter anderem einen Vortrag über „Scheitern und Zukunft des kommunistischen Projekts“ und einen Hörspielabend zur Idee des Kommunismus veranstaltet. Außerdem wird dem tatsächlichen Terminplan der Veranstaltungsreihe ein fiktiver gegenüber gestellt, in dem die Vorträge und Veranstaltungen zu den weiteren Themen „Antirassismus“ und „Magdeburg im Nationalsozialismus“ ebenfalls auf eine Stufe mit rechtsextremistischen Veranstaltungen gestellt werden.

Die AGEA weist diesen Angriff und der damit impliziten Ansicht, man dürfe sich nicht im wissenschaftlichen Rahmen mit der Idee, der Geschichte und dem Begriff des Kommunismus auseinander setzen ausdrücklich zurück. Der Aufforderung, die Veranstaltungen abzusagen, werden wir selbstverständlich nicht nachkommen! In der Presseerklärung des RCDS wird zum einen aggressiv der wissenschaftlich-theoretische Rahmen in Frage gestellt und zum anderen durch die Gleichsetzung der Terminpläne der Veranstaltungen eine totalitaristische Form von Geschichtsrevisionismus an den Tag gelegt.

Wir verurteilen ebenso die Diffamierung der AGEA, der ReferentInnen und der UnterstützerInnen, sei es der Fachschaftsrat der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften (FGSE), der Studierendenrat der Uni Magdeburg und die unterstützenden DozentInnen der FGSE, als „Antidemokraten“ und „Extremisten“!

Alle Interessierten möchten wir hiermit nochmals herzlich einladen, die Veranstaltungen zu besuchen und sich mit den Inhalten, ReferentInnen und uns auseinanderzusetzen.

(1) vgl. http://www.rcds-magdeburg.de/cms/index.php/component/content/article/7-nachrichten/23-gegen-extremismus.html


8 Antworten auf “Lasst die Kirche mal im Dorf!”


  1. 1 Paul 28. Oktober 2008 um 18:42 Uhr

    ooooooooch tröst

  2. 2 Paul 28. Oktober 2008 um 18:52 Uhr

    ooooch tröst

  3. 3 Paul 28. Oktober 2008 um 18:54 Uhr

    warum verschwinden meine kommentare ständig ^^

  4. 4 Muenzi 28. Oktober 2008 um 18:59 Uhr

    Nicht sehr aufgeklärt wenn ihr einfach Einträge von Leuten hier löscht. Eine richtige Auseinandersetzung mit den Aussagen anderer ist meist effektiver als das blanke löschen. Ich mag Antifaschisten sehr, aber damit macht ihr euch leider lächerlich weil ihr dann nicht anders handelt als die jetzige Welt-Politik und die deutsche Politik vor 60 Jahren. Wollt ihr euch also von ihnen abgrenzen macht das indem ihr euch mit anderen auseinandersetzt, nicht indem ihr sie durch Löschung auf stumm schaltet.

    Mit bestem Gruß

    Stephan Münzberg

  5. 5 Administrator 29. Oktober 2008 um 3:14 Uhr

    Die Beiträge werden nicht gelöscht, sondern landen immer erst in der Moderationsschlange…

  6. 6 kritiker 30. Oktober 2008 um 20:46 Uhr

    Ich kann die Kollegen vom RCDS beruhigen: Zumindest der Vortrag von Hannes Gießler ist tadellos antikommunistisch. Nur dass der sich immer die Mühe macht, seinen Antikommunismus mit Marx- und Adorno-Zitaten zu garnieren, anstatt wie meine Oma einfach von der Menschennatur zu schwadronieren. Intellektuelles Distinktionsbedürfnis halt.

  7. 7 Horst 13. November 2008 um 21:14 Uhr

    Versuchst du nur die Argumente von H. Giessler wegzuwischen, oder auch die von deiner Oma?

  1. 1 Magdeburg mal wieder « critique aujourd’hui Pingback am 06. November 2008 um 20:07 Uhr
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